...ruessbrugg retour ond es bizzli meh.....ond scho bald simer weg...

Dieser Blog beschreibt unsere kleinen Abenteuer auf unserer fast 2-jährigen Reise durch Afrika auf welcher wir 60'000 Kilometer zurückgelegt haben.

Freitag, 9. November 2012

Namibia - Himbaland

Namibia – Himbaland – Es gibt die Himba noch, aber wie lange noch in dieser traditionellen Lebensart? Der Grossteil der Himba lebt bereits nach anderen Lebensarten. So haben wir uns aufgemacht die alte, ureigene und traditionelle Lebensart kennen zu lernen und sind noch weiter in den Nordwesten des Kaokaveld Hinterland eingedrungen. Über Stock und Stein sind wir nach 120 Kilometer und 5 Stunden Fahrzeit ab Sesfontein im Wüstendorf Puros angekommen. Das Dorf hat nur 260 Einwohner, trotzdem hat es einen „Tante Emma-Laden“, hier heissen diese aber bereits Super-Market. Puros liegt nahe an der Skeleton Coast und ist somit ca. 70 Kilometer nah dem Atlantik. Diese Region gilt auch für die Namibier als sehr abgeschieden, wenig erschlossen und Abenteuer verheissend.

Einsamkeit und grandiose Landschaften haben wir erlebt. Wüstenelefanten, Affen, Giraffen, Antilopen, Schakale, Esel und Strausse haben wir gesehen, während sich Mensch und Camionette mühsam durch Sand, elende Steinpisten und harten Schotter quälten. Unser Lager ist der Puros Community Camp, unser Platz ist gute 20 Aren gross, idyllisch gelegen, mit eigener Toilette und Dusche, Abwaschtrog und fliessendem Wasser überall. Das heisse Wasser wird durch die Einheizerin, der charmanten Merci, mittels Holzbefeuerung erzeugt. Jeder Platz hat so ein Ding! Merci hat jeden Morgen den Boiler um exakt 06’30 beheizt. Wir haben Bauklötze gestaunt. Auch haben wir gestaunt, dass die Wüstenelefanten gewohnt sind durch das Camp zu laufen.

Etwa 10 Kilometer nördlich von Puros liegt ein traditionelles Himba Dorf. Frühmorgens sind wir zu Fuss losmarschiert diese abgelegene Siedlung zu besuchen. Sie liegt am Auslauf eines Berges. Wir wurden freundlich aufgenommen und die Himba haben uns in ihre traditionelle Lebensweise eingeführt. Die Sippe besteht aus mehreren Familien, jede besitzt ein Schlafhäuschen aus Lehm und Rinderdung, ein Vorratshäuschen und ein Aufenthaltshäuschen. Alle Wohnhäuschen werden von den Frauen gebaut, alle Bauten welche mit Vieh zu tun haben, von den Männern. Die Siedlung ist grosszügig durch ein spezielles Holzgatter eingezäunt. In der Mitte sitzt der Häuptling am ewigen und heiligen Feuer. Hier dürfen nur die Männer sitzen. Die Religion ist ahnenorientiert. Tagsüber sind die Männer mit den Viehherden unterwegs, die jungen Frauen am Holzsammeln. Neben der Salbenherstellung für die Körperpflege wurde uns auch gezeigt, wie die Himba aus Kräutern und Holzspänen Parfüm herstellen. Traditionelle Himba Frauen waschen oder duschen sich ein Leben lang nie! Wir sassen in einem Häuschen sehr nahe bei den Himba Frauen, sie riechen ausgezeichnet nach Kräutern, edlen Hölzern und nach der Buttersalbe. Berühren sollte man sie nicht, sonst ist man nachher rot-braun. Camionette wurde bereits vor ein paar Tagen berührt! Eine Himba Frau hat sich vorne am Wagen angelehnt, wir werden als Erinnerung ihn dort nie mehr waschen!

Der nächste Blog zeigt die bezaubernden Tierfotos vom Etosha Nationalpark...


Einfahrt ins Himba Hinterland


grandiose Landschaften


auf dem Plateau waren wir mausalleine
(auf der ganzen Fahrt haben wir ein Fahrzeug gesehen!)


steinige Gebirgswege zur Abwechslung



...sind wir noch auf dem richtigen Weg...?


Pisten "High Way"




unser Warmwasser-Boiler in Puros


der Abwaschtrog


unser riesiger Platz
(mit Feuerstelle, etc.)





Himba Dorf im Norden von Puros



Himba Schlafraum
(überraschend angenehm kühl)



die Ahnen werden beschworen


Parfüm Herstellung



Männer haben bei den Himba wenig zu sagen


"So ihr zwei, genug gefragt, jetzt rauch ich eine!"



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