...ruessbrugg retour ond es bizzli meh.....ond scho bald simer weg...

Dieser Blog beschreibt unsere kleinen Abenteuer auf unserer fast 2-jährigen Reise durch Afrika auf welcher wir 60'000 Kilometer zurückgelegt haben.

Samstag, 8. Juni 2013

Tanzania - Süden

Tanzania – Süden – Am 18. Mai 2013 sind wir von Malawi nach Tanzania eingereist. Wir fahren durch Arabica-Kaffee-, Bananen- und herrlich sattgrüne Teeplantagen. Vor der Provinzstadt Mbeya überqueren wir den Pass des Mount Rungwa mit 2952 Meter. Pinien-, Eukalyptus- und Bambuswälder überziehen die Gebirgszüge. Wir erreichen Mbeya und werden im Karibuni Center von Schweizer Missionaren freundlich aufgenommen. Hier erfahren wir mehr über den evangelischen Pfarrer Markus Lehner. Seit über 50 Jahren hat er hier eine riesige Institution mit Lehrwerkstätten für Automechaniker und Schreinern (über 80 Auszubildende), eine Krankenschwesterschule, ein grosses Krankenhaus, ein Hotel, eine Fahrschule und noch mehr aufgebaut. In der Werkstatt haben wir unsere Bremsen am Camionette erneuert. Trotz seines grossen Arbeitspensums hat sich Markus (Aargauer aus Gränichen) um uns persönlich gekümmert!

Ein paar Tage später fahren wir flott auf dem „TANZAM-Highway“, plötzlich stottert das Camionette und kommt komplett in der Pampa zum Stehen. Nichts geht mehr! Robert beginnt mit der Fehlersuche und von der 110 Kilometer entfernten Mission kommen uns zwei junge Schweizer Mechaniker zu Hilfe. Der Generalmanager von Land Rover Namibia, Albert Pretorius gibt uns per mobile sehr gute Tipps. Bis um 22’00 Uhr wird emsig gearbeitet. Thomas, Manuel und wir übernachten im Busch. Am anderen Tag geht es frühmorgens weiter und das Camionette wird von den beiden Berner Jungs wieder zum Leben erweckt.

Freude herrscht!

Selbstverständlich machen wir auch einen Halt in der schönen TAN-SWISS Lodge vom Muotathaler Josef Gwerder. Hier geniessen wir nach dem Schrecken der letzten Nacht Züri-Gschnetzelts mit einer feinen Rösti.

Die Strasse nach Dar-Es-Salam führt uns durch den Mikumi Nationalpark. Prompt haben wir wieder „The Smart Five“ angetroffen (Elefanten, Giraffen, Gnus, Impalas und Zebras). Gute 50 Kilometer vor Dar-Es-Salam fahren wir in ein unbeschreibliches Verkehrschaos. Die Überfahrt mit der Fähre zum South Beach und zurück gibt uns den Rest. Fast 3 Stunden Fähren-Chaos für eine Fahrt von knappen 300 Metern. Die Metropole wäre ja schön aber die verehrten Stadtväter haben die Zu- und Wegfahrten zu und von Dar-Es-Salam in keiner Art und Weise gelöst. Robert wollte die Stadt, selbstverständlich nach dem Besuch in einem schönen Shopping Center, fluchtartig verlassen. Die satte Hitze und die fürchterliche Schwüle haben uns auch schwer zu schaffen gemacht. Wir suchen wieder die erfrischenden Hochplateaus und fahren Richtung Moshi und Arusha!

Tanzania können böse Zungen strassenmässig auch als das Land der 100‘000 Schwellen bezeichnen. Wir hoffen inbrünstig, dass wir in den Tierparks mehr Tiere als Schwellen auf den Strassen sehen werden!

Ackerbau vom Feinsten


Teeplantagen
Auszubildender an Camionettes Bremsen
überwacht vom Werkstattchef Christopher
Missionsstätte von Pfarrer Markus Lehner
Werkstätte im Busch
nette Berner Jungs, Thomas und Manuel
Führer durch die Baustellen
...sind immer verdammt schnell unterwegs...
Probleme mit der Befestigung
mächtiger Baobab
Land der Baobab Wälder

Muotathaler Josef Gwerder

wunderschöne Tan-Swiss-Lodge

Tomaten in Hülle und Fülle



Mikumi Nationalpark

die kleinen Busch-Elefanten



Dar-Es-Salam

Fähren-Chaos




Strand in Bagamoyo

Video - Teilabschnitt im Süden von Tansania mit frisch gestossener Piste







Montag, 3. Juni 2013

Malawi - Norden

Malawi – Norden – Von Senga Bay (Mitte Malawi) erreichten wir Nkhata Bay. Ab hier  beginnen die besiedelten Hochplateaus. Die Leute bestellen fleissig ihre Felder. Die Rundhütten haben hübschen Bachsteinhäusern Platz gemacht. Die Bachsteine werden vor den Dörfern gebrannt. Für das Kochen wird Holz verwendet. Die Kohle, welche im Tagbau in den Bergen abgebaut wird, wird von den Leuten am liebsten verkauft. Die Hauptverbindungsstrassen sind überraschend gut, aber sobald man von ihnen abfährt wird es mehr als nur abenteuerlich.  

Den letzten, grösseren Lebensmitteleinkauf konnten wir in der Hauptstadt Lilongwe vor drei Wochen tätigen. Wir leben wieder eher von den Gemüse-Strassenverkäufern. Wir haben uns in Afrika bis heute noch nie entschliessen können uns bei den lokalen „Metzgereien“ mit Fleisch einzudecken. Spektakulär viele Fliegen und zu viele Maden – manchmal ein richtiger Graus. Unser Kühlschrank gähnt uns seit einigen Tagen leer entgegen. Im nördlichen Teil von Malawi hat es für uns Europäer wenig einzukaufen. Aber in allen Lodgen konnten wir hervorragend und preiswert essen. Die Küche sollte man aber am besten vor dem Essen nicht inspizieren….

In Mzuzu, der drittgrössten Stadt von Malawi, haben wir nur mit Mühe und Not Diesel beschaffen können. Die letzte Station am See war Chitimba, wo wir in der schönsten Lodge in Malawi ein paar Tage verbracht haben. Carmen und Edi, ein holländisches Paar, betreibt seit sechs Jahren professionell die Chitimba Lodge:

Carmen und Edi: www.chitimba.com

Malawi werden wir in ausgezeichneter Erinnerung behalten. Wir sind äusserst freundlichen Menschen begegnet, wir haben hervorragende Landschaften gesehen und der Malawisee ist unglaublich spektakulär. Die Sonnenaufgänge und die Sonnenabgänge sind jeden Tag ein Wunder. Robert, als Seebueb, zog es immer wieder an diesen schönen, blau-grünen See.


ein uriger Malawi-bushman

man glaubt sich alleine - schon sind sie da!



Kautschuk-Gewinnung
(man beachte die kleinen Behälter an den Bäumen)

Dorf auf dem Hochplateau

Zufahrt zum Big Blue Star Camp am Malawisee


Dorf direkt am Malawisee

im Norden vom Malawisee

Road Stopp von der Polizei

Gemüse-Strassenverkäuferinnen


schöne Chitimba Lodge
(Carmen und Edi aus Holland)

typische Overlander auf der Campsite
(Truck und viele Zelte)

Seetransport

gedörrte Fische

typische und solide Wasserpumpe in Malawi



Donnerstag, 23. Mai 2013

Malawi - Mitte

Malawi – Mitte – An der Westseite des Malawisees ist es gemütlich und die Sonne scheint jeden Tag. Der Himmel ist blau und der See blau-grün und wir campen auf echtem englischen Rasen. Der Sonnenaufgang ist phänomenal. Die Menschen sind freundlich und sehr nett. In der Lodge Cool Running von der charmanten Lady Samantha (Mamma Cool) lebt es sich vorzüglich. Fisch wird jeden Abend frisch zubereitet und Weisswein hat es auch genug. Wir verbringen hier ganz schlicht unsere Ferien. Joe, ein afrikanischer Künstler vom Dorf hat den Malawisee auf unserem Camionette aufgebracht. Wir hoffen, dass das Werk dem nächsten Regen widersteht...





Senga Bay - Sonnenaufgang 05'55





Lake Malawi auf Camionette

"afrikanischer" Künstler - Joe




immer viele Leute auf der Strasse




Lodge Cool Running bei Lady Samantha
(Senga Bay)



Seesicht vom Camionette